Zuhause-Jungschar
in der Woche vom 15.-22.04.2020

Anleitung zur Jungscharstunde 15. – 22. April 2020

Josef

Lieder zum Aufwärmen und Durchschütteln:

SONGS (mal zwei mit Klampfe – Lagerfeueratmosphäre =)):

Gott kennt keine Lügen – Benjamin Brecht

 

Du bleibst an meiner Seite – Tobias Gerster

 

Die anderen Jungschar-Hits gibt’s weiterhin hier zu hören:

Spotyfy Playlist für Zuhause-JungscharApple Music Playlist für Zuhause-Jungschar

Kurzes Halli Hallo!

Hi hi! Mit einer neuen Stimme beginnt die vierte Ausgabe der Zuhause-Jungschar. Ich bin Jens und habe mich schon total über die ersten drei Ausgaben gefreut:

Teil 1 unserer Zuhause-Jungschar.

Teil 2 unserer Zuhause-Jungschar.

Teil 3 unserer Zuhause-Jungschar.

Ich hoffe, Du konntest dieses spezielle Osterfest trotz all dem social distancing schön feiern. Mich würde interessieren, wie das bei Dir so abgelaufen ist. Bei mir war vieles anders als sonst. Zum Beispiel haben wir in den letzten Jahren mit dem Posaunenchor Musik im Dorf gemacht. Dieses Jahr durften wir nur zu zweit in den Straßen von Rechtenbach umhergehen und Osterlieder mit unseren Instrumenten spielen. Das war deutlich leiser, aber dafür waren wir an ganz vielen Stellen gleichzeitig.

Eigentlich hätte ich Dir noch was von meinem Urlaub im Disney-Land erzählen wollen, aber diese Reise ist ebenfalls ausgefallen. Zum Glück war das Wetter in der letzten Woche so genial und sommerlich, dass ich ganz viel draußen sein konnte. Meine Familie und ich sind viel mit dem Fahrrad umherfahren und im Garten haben wir Bäume umgepflanzt. An der Lego-Challange hatte ich einen Riesenspaß und Badminton steht noch auf meiner to-do-Liste.

Die Geschichte von Josef finde ich super spannend und ich habe mich nochmal richtig in seine Lage hineinversetzt. Letzte Woche ist er mal wieder an einem neuen Tiefpunkt angelangt: Unschuldig im Gefängnis…

Lösungen aus der 3. Zuhause-Jungschar:

Gleich geht es mit der Geschichte weiter, aber vorher kommen hier noch die Antworten auf die Jungscharfragen aus der letzten Woche:

  1. Wer war Potifars Chef?

Potifar war ein Hofbeamter und der Befehlshaber der königlichen Leibwache. Sein Chef war also der König und den nannte man im alten Ägypten Pharao.

  1. Was bedeutet treu sein?

Wenn jemand gegenüber mir treu ist, kann ich mich total auf ihn verlassen. Im besten Fall können wir uns gegenseitig vertrauen und stehen uns in schweren Zeiten bei.

  1. Was macht ein Mundschenk?

Ein Mundschenk ist so eine Art Kellner für den Pharao. Er reicht ihm alle Getränke und probiert diese vorher. Zum einen soll er so testen, ob das Getränk auch gut schmeckt, zum anderen wollte der Pharao sich so vor Vergiftungen schützen.

 

Der Text: 1. Mose 39, 20-1. Mose 40, 23

Im Gefängnis deutet Josef Träume

20 Er ließ Josef festnehmen und in das königliche Gefängnis bringen. Josef war nun also im Gefängnis.  21 Aber der Herr in seiner Treue stand ihm bei. Er verschaffte ihm die Gunst des Gefängnisverwalters.  22 Der Verwalter übertrug Josef die Aufsicht über alle anderen Gefangenen, und alle Arbeiten im Gefängnis geschahen unter Josefs Leitung.  23 Der Verwalter vertraute ihm völlig und gab ihm freie Hand; denn er sah, dass der Herr ihm beistand und alles gelingen ließ, was er tat.osef bei Potifar. Konflikt mit dessen Frau

1-2 Bald danach ließen sich zwei höhere Beamte des Pharaos etwas gegen den Pharao zuschulden kommen, der oberste Mundschenk und der oberste Bäcker. Ihr Herr, der Pharao, wurde zornig auf sie  3 und ließ sie im Haus des Befehlshabers seiner Leibwache in Haft halten, in dem Gefängnis, in dem auch Josef war.  4 Der Befehlshaber der Leibwache teilte ihnen Josef als Diener zu. Nach einiger Zeit  5 hatte jeder der beiden in der Nacht einen Traum, der für ihn von Bedeutung war.  6 Als Josef am Morgen bei ihnen eintrat, sah er gleich, dass sie in schlechter Stimmung waren.  7 »Warum lasst ihr heute den Kopf hängen?«, fragte er sie.  8 »Wir haben geträumt«, antworteten sie, »und hier im Gefängnis haben wir keinen Traumdeuter, der uns sagen kann, was es bedeutet.« Josef sagte: »Träume zu deuten ist Gottes Sache. Erzählt mir doch einmal, was ihr geträumt habt!«  9 Zuerst erzählte der oberste Mundschenk seinen Traum: »Ich sah vor mir einen Weinstock,  10 und an dem Weinstock waren drei Ranken. Der Saft stieg in die Knospen, sie blühten auf, und schon reiften die Trauben.  11 Ich hatte den Becher des Pharaos in der Hand. Ich nahm die Trauben, presste sie über dem Becher aus und reichte den Becher dem Pharao.«  12 Josef sagte: »Hier ist die Deutung: Die drei Ranken sind drei Tage.  13 Heute in drei Tagen wird der Pharao dich erhöhen[1] und dich wieder in dein Amt einsetzen. Dann wirst du wieder wie früher sein Mundschenk sein und ihm den Becher reichen.  14 Aber vergiss mich nicht, wenn es dir gut geht! Tu mir den Gefallen und empfiehl mich dem Pharao! Bring mich aus diesem Kerker heraus!  15 Man hat mich aus dem Land der Hebräer entführt, und auch hier in Ägypten habe ich nichts Unrechtes getan. Ich bin ohne jede Schuld in diesem Loch.«  16 Als der oberste Bäcker sah, dass Josef dem Traum eine günstige Deutung gegeben hatte, sagte er: »Auch ich hatte einen Traum, in dem ich selber vorkam! Auf dem Kopf trug ich drei Körbe mit Gebäck, einen über dem andern.  17 Im obersten lagen Backwaren für die Tafel des Pharaos. Da kamen Vögel und fraßen den Korb leer.«  18 Josef sagte: »Hier ist die Deutung: Die drei Körbe sind drei Tage.  19 Heute in drei Tagen wird der Pharao dich erhöhen[2] und an einen Baum hängen. Dann werden die Vögel dein Fleisch fressen.«  20 Drei Tage später feierte der Pharao seinen Geburtstag. Er lud alle seine Hofbeamten zu einem Festmahl ein. Da erhöhte er den obersten Mundschenk und den obersten Bäcker vor ihnen allen:  21 Den einen setzte er wieder in sein Amt ein und er durfte ihm den Becher reichen,  22 den andern ließ er hängen, genau wie Josef es vorausgesagt hatte.  23 Aber der oberste Mundschenk dachte nicht an Josef; er hatte ihn schon vergessen.

(aus: Gute Nachricht Bibel, revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Alle Rechte vorbehalten.)

Was für eine „Karriere“?! Im Leben von Josef geht es ständig auf und ab. Aus dem wohl behüteten Lieblingssohn wurde ein Sklave. Als Sklave konnte er sich zum Hausvorsteher hocharbeiten, nur um noch tiefer zu fallen und unschuldig im Gefängnis zu landen. Ich finde es bemerkenswert, wie man nach solchen Rückschlägen immer noch Motivation finden kann. Aber Josef gibt nicht auf! Auch im Knast strengt er sich an, hilft den Aufsehern und ist nett zu den Mitgefangenen. Natürlich kommt man hinter Gittern nicht mit so vielen Menschen in Kontakt, aber durch sein vorbildliches Verhalten darf er sogar mit den persönlichen Gefangenen des Pharaos sprechen und ihnen dienen. Das wäre heute in etwa damit zu vergleichen, wenn man Zellengenosse von einem Minister oder zum Beispiel Uli Hoeneß werden würde. Der Bäcker und der Mundschenk waren auf jeden Fall keine normalen Ganoven.

Etwas anders fällt auf, wenn man die Geschichte von Josef liest: Es gibt sehr viele Träume. Josef macht den beiden Träumern klar, dass nur Gott die Bedeutung von diesen nächtlichen Bildern kennt. Ich will Dir an dieser Stelle nicht noch einmal alles zu den Broten und Reben erklären. Wichtig ist, dass Gottes Vorhersage, die Josef den beiden Hofbeamten erklärt wirklich eintritt. Gott lügt nicht!

Mir sind in diesem Textabschnitt zwei andere Dinge wichtig geworden:

1. Nächstenliebe. Josef verhält sich selbst in ganz düsteren Situationen vorbildlich. Er gibt nicht auf, sondern kümmert sich sogar noch um andere. Er ist sich sicher, dass Gott immer an seiner Seite ist und er sich vor nichts fürchten muss. Mich hat das an Jesus erinnert, der seinen Jüngern kurz vor seinem Tod am Kreuz (von dem er schon vorher wusste) die Füße gewaschen hat. Er hat uns ein Beispiel gegeben, wie man selbst in größter eigener Not noch Nächstenliebe zeigen kann. In der Menschheitsgeschichte gibt es noch viele andere, die selbst aus dem Gefängnis heraus für andere da waren. Dietrich Bonhoeffer (ein Pfarrer, der unschuldig im Gefängnis saß und dort starb) hat beispielsweise während des 2. Weltkriegs ganz viele Gedichte und Briefe geschrieben, die damals (und heute) den Menschen Mut machten. Auch er war fest davon überzeugt, dass Gott bei ihm ist und er dieses Wissen an seine Mitgefangenen und Mitmenschen weitergeben muss. Bei Jesus, Josef und Bonhoeffer wird deutlich, dass Gott sie bei Ihren Aufgaben (mit teils außergewöhnlichen Fähigkeiten) unterstützt.

2. Vergesslichkeit. Ich kenne das nur zu gut aus meinem Alltag. Ganz oft vergesse ich wichtige Dinge, die mir Stunden oder Tage zuvor ständig durch den Kopf gingen. Das fängt beim Einkaufen an. Ich will im Supermarkt nur noch schnell ein Brot holen und komme mit einem Wagen voll „Klopapier“ (nicht wirklich *g*) und anderen Dingen nach Hause. Das Brot habe ich vergessen. Geburtstage, Geschenke, Anrufe, und so weiter… Alles ist wie weggeblasen, wenn mich der Alltagsstress oder sonstige Dinge ablenken. Daher kann ich das Verhalten des Mundschenks sogar verstehen. Bei ihm lief es wieder rund und er hatte wahrscheinlich jede Menge zu tun. Schwupps! Schon war sein Helfer im Gefängnis vergessen. Ist Dir das auch schon mal passiert? Hast Du etwas gaaanz Wichtiges vergessen? Zum Glück ist Gott nicht so (vergesslich). Er denkt an uns, auch wenn wir uns eine lange Zeit nicht bei ihm gemeldet haben. Auch wenn wir uns ganz allein fühlen, ist er treu und steht zu uns. Manchmal merken wir das schneller, manchmal brauchen wir eben ein bisschen Geduld.

Geduld brauchst Du jetzt auch. Nächste Woche geht es mit Josef weiter. Wird er aus dem Gefängnis rauskommen?

Lernvers

 

(Die Bibel: Hoffnung für Alle® (Hope for All)© 1983,1996, 2002, 2009, 2015 by Biblica, Inc.®)

Gebet

Hallo Jesus,

danke, dass Du treu bist! Auf Dich kann ich mich immer verlassen und Du stehst an meiner Seite. Josef hast Du sogar im Gefängnis die Möglichkeit gegeben, anderen zu helfen. Gib mir doch die Kraft und den Mut, für andere da zu sein oder mich jetzt zu Corona-Zeiten zumindest mal wieder bei Ihnen zu melden.

Ich vergesse echt viel, obwohl ich Wecker, Handy und Post-Its als Notizen nutze. Danke, dass Du mich nicht vergisst und einen tollen Plan für mein Leben hast.

Amen

Fragen zur Geschichte:

Und hier kommen wieder ganz neue Jungscharfragen! Natürlich dürft Ihr Euch für die Beantwortung der Fragen Hilfe holen. Die Auflösung erfolgt dann wieder in der nächsten Woche.

  1. Wie kann ein Taschentuch beim Erinnern helfen?
  2. Wofür stehen die drei Reben und die drei Brote?
  3. Wie heißt der große Fluss, der durch Ägypten fließt?

Aktion

Vorschlag 1

Die Rechtenbach-Fotorallye für Zuhause von Silas und Salomé.
Die Lösung bekommt ihr nächste Woche…

 

Vorschlag 2

Rezept zum Nachbacken von Emilia und Johanna aus der Kleinen Mädchenjungschar und der Kinderstunde: Pancakes

Vorschlag 4

Bilder zum Weitermalen von Doro

Was gibt es sonst noch so…

Unter dieser Rubrik machen wir euch noch ein paar Vorschläge, was gegen Langeweile helfen könnte, interessante Internetseiten, Buch- und Hörbuchvorschläge. Außerdem machen wir euch aufmerksam auf kleine Läden hier aus Rechtenbach und erklären euch wie ihr bei ihnen trotz Corona einkaufen könnt.

 


 

Internetseiten, die ein paar coole Ideen gegen Langeweile haben…

http://jungschar-wittgenstein.de

www.zuhauseumzehn.de

www.geschwisterloewenstein.de/

 


 

Hörspiele:

Ben & Lasse – Agenten als Piratenbeute. Hörbuch von Harry Voss

Nele. Mein ganz normales Leben: Fail! Das war wohl nichts! (1) Hörbuch von Nelli Bangert

 


Auflösung der Rätsel der 3. Zuhause-Jungschar