CVJM WELTDIENST

Das Partnerschaftskonzept des CVJM bietet die Möglichkeit, dauerhafte, lebendige Beziehungen zu Menschen aus anderen Ländern und Erdteilen zu knüpfen. Es trägt bei zu besserem Verständnis, Toleranz, Akzeptanz, Vertrauen und Solidarität – auf beiden Seiten – das weitet Horizonte!

CVJM Partnerverein in Bawaleshi, Ghana Seit fast 25 Jahren besteht eine Verbindung des CVJM Rechtenbach zum YMCA in Ghana, die sich aus einer spontanen Hilfsaktion während der Hungerkatastrophe im Jahr 1983 entwickelt hat. Im Rahmen des CVJM Weltdienst entstand 1986 eine Partnerschaft zu dem Ort Bawaleshie, ein Dorf, ca. 40 km nördlich der Hauptstadt Accra …
In den vergangenen 20 Jahren gab es regelmäßige Kontakte in Form von Briefen, Telefonaten, E-Mails und Besuchen in beide Richtungen. Mittlerweile gehen die Kontakte auch über den CVJM hinaus, persönliche Patenschaften wurden übernommen, auch die Grundschule in Rechtenbach unterstützt ein Patenkind in Bawaleshie. Außerdem besteht Briefkontakt zwischen dem Chief von Bawaleshie und unserem Bürgermeister.

Das Dorf Bawaleshie hat etwa 1500 Einwohner. Die meisten Menschen sind Bauern, d.h., sie ernähren sich vom Ertrag ihrer kleinen Farmen. Andere pendeln täglich zu ihrer Arbeitsstelle in Accra oder leben dort während der Woche und kommen nur zum Wochenende zurück in ihr Heimatdorf. Im Dorf leben ebenfalls einige Lehrer, denn Bawaleshie hat 2 Schulen und einen Kindergarten. Dieser wird von ca. 50 Kindern besucht, die Grundschule von etwa 200 und die weiterführende Schule (JSS) von 150 Schülern.

Das kleine Dorf verfügt über 10 verschiedene Kirchen, darunter auch eine kleine Moschee. Es gelingt den Menschen, trotz unterschiedlicher Glaubensrichtungen,

gut miteinander auszukommen. Der CVJM stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen den einzelnen Kirchen dar. Etwa die Hälfte aller Häuser in Bawaleshie ist mittlerweile an ein Stromnetz angeschlossen. Die Wasserversorgung wird durch eine Pipeline gewährleistet. Im Dorf gibt es ca. 10 offizielle Zapfstellen, von denen der Wasserbedarf mit Eimern nach Hause befördert wird. Über Wasseranschlüsse im Haus verfügen nur einige wenige Häuser. Oft ist das Dorf tagelang von der Wasserversorgung ausgeschlossen, da aus technischen Gründen der Wasserdruck nicht ausreichend vorhanden ist. Dann wird das Dorf aus einem Trinkwasserreservoir versorgt, das über einen Tankwagen ständig mit Wasser aufgefüllt werden muss.
Traditioneller Leiter des Dorfes ist der so genannte „Chief“ (Häuptling), der mit seinen 95 Jahren sein Amt würdevoll ausfüllt. Unterstützt wird er dabei von einem „Assemblyman“, der, offiziell vom Dorf gewählt, das Bindeglied zum politischen Gremium des Distrikts darstellt.

Unterstützung Der CVJM Rechtenbach hat über viele Jahre hinweg Unterstützung für den Bau eines Gemeinschaftshauses, eines Community Centers, geleistet. Dieses Haus dient nicht nur dem YMCA als Treffpunkt, sondern kommt dem ganzen Dorf für verschiedenste Veranstaltungen zugute. Durch das Vermieten einzelner Zimmer an Studenten werden eigene Einnahmen erzielt.